ESP8266 im Tiefschlaf

Im letzten Beitrag habe ich in die Grundlagen der Verwendung des ESP8266 eingeführt. Nun möchte ich für den Garten einen Sensorknoten bauen, der alle fünf Minuten Bodenfeuchte, Temperatur und Sonnenlicht misst und per UDP überträgt. Ein Empfängerscript auf einem Raspberry Pi soll die gemessenen Werte dann entgegen nehmen und an eine CSV-Datei anhängen oder in eine Datenbank schreiben. Weiterlesen

Loslegen mit dem ESP8266

Als mein Hausautomatisierungsbuch entstand war der ESP8266 – ein günstiger Microcontroller mit integriertem WLAN-Modul in 1000er Stückzahlen zu unter 2€ – noch nicht auf dem Markt, bis Ende 2014 war es zudem nur möglich, den Microcontroller mit WLAN-Modul nur über seine serielle Schnittstelle (AT-Befehle) anzusprechen, was immer einen separaten Microcontroller nötig machte. Mittlerweile hat die ESP8266-Community Hardware-Unterstützung als Drop-In für die Arduino-Entwicklungsumgebung bereitgestellt, welche die direkte Programmierung des Microcontrollers erlaubt. Dies schafft enorme Freiheitsgrade z.B. bei der Gestalung von Webseiten, die mit dem integrierten Webserver ausgeliefert werden oder der längerfristigen Speicherung von Sensordaten.

Einfache ESP8266-Boards führen nicht alle Pins heraus, verfügen über ein kleines Flash-Modul und benötigen zur Programmierung einen FTDI-Adapter

Einfache ESP8266-Boards führen nicht alle Pins heraus, verfügen über ein kleines Flash-Modul und benötigen zur Programmierung einen FTDI-Adapter

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Genuino Day 2016 bei Watterott electronic

Am Arduino/Genuino Day 2016 am 2. April 2016 habe ich wieder zwei Workshops bei Watterott electronic GmbH in Leinefelde gehalten. Beide waren knallvoll und alle Beteiligten hatten eine Menge Spaß. Mitunter war etwas Improvisation erforderlich.

Der erste Workshop entsprach dem Workshop aus dem letzten Jahr, wir haben per Arduino/Genuino einen Photowiderstand ausgelesen und dann mit einem RF-Link-Sender eine Funksteckdose aus- und angeschaltet. Der Code kann in meinem Github-Repo aufgerufen werden. Zu der aufgekommenen Problematik, dass viele neuere Funksteckdosen selbst lernen, werde ich in den nächsten Tagen einen separaten Beitrag hier im Blog veröffentlichen.

Der zweite Workshop kombinierte Real Time Clock, Arduino und einen 12-Pixel-WS2812B Ring zu einer Uhr. Weiterlesen

Bunte LED-Streifen mit WS2812B und Arduino

Seit geraumer Zeit sind LED-Streifen mit Farbwechselfunktion auf dem Markt. Oft gibt es mit Lebensmitteldiscounter die Kombination aus 150 LEDs, Netzteil und Fernbedienung (mit 16 Farben oder so) für etwa 25 bis 30 Euro. Pro LED sind bis zu 0,2 Watt Leistung möglich – auf voller Leistung bringt solch ein Band demnach 25 bis 30 Watt. Realisiert sind diese Lichtbänder meist mit LED-Bausteinen WS2812, dabei handelt es sich um drei LEDs (rot, grün und blau) und einen kleinen Microcontroller auf einem einzigen Die. Der Clou ist, dass sich jede LED einzeln adressieren lässt und für jeden Farbkanal 8 Bit möglich sind – in der Summe ergibt das die 16 Millionen Farben, die wir vom Computer-Monitor kennen. Weiterlesen

Hausautomation in den Podcasts von /dev/radio

Der Podcast des CCC Ulm, /dev/radio widmet sich in zwei Folgen dem Thema Hausautomation, unter anderem mit Buchvorstellungen zum Thema. Absolut hörenswert.

Beitragsbild: https://www.flickr.com/photos/29205886@N08/2743534799 von Patrick Breitenbach, lizenziert unter CC BY 2.0. Änderungen wurden am sichtbaren Bildausschnitt vorgenommen.

Erste Schritte mit einem Arduino Leonardo ETH

Gestern hat mich ein Bekannter eines Bekannten gefragt, ob ich nicht Lust hätte, für eines seiner Projekte die Arduino-Arbeit zu übernehmen. Das Projekt ist cool und die Leute mit denen ich zusammenarbeite sind sehr ruhig und angenehm. Da passt alles, so habe ich zugesagt. Details, Links und Youtube-Videos darf ich in etwa einem Monat posten. Weiterlesen

Legal, illegal – scheissegal?

In der letzten Zeit kommt immer wieder die Frage nach Arduino-Klonen, -Kopien und Derivaten auf. Für den geschickt in China bestellenden Privatkäufer sind Klone und Derivate zu 1/4 bis 1/3 des originalen Preises erhältlich. Immer wieder warnen Webseiten oder dem Arduino-Projekt nahe stehende Personen vor Fälschungen – doch was ist legal, was ist illegal, wo sind Klone und Derivate erwünscht und wo “moralisch verwerflich” oder gar strafrechtlich bedenklich? Weiterlesen

Brücken bauen – die Bridge-Bibliothek des Arduino Yún

Wer schnell Sensoren oder Aktoren ins Netz bringen möchte, verwendet dafür häufig “normale” AVR-Microcontroller und kombiniert diese mit Ethernet- oder Wifi-Shields. Das ist relativ günstig – ein Pro Mini Klon plus Ethernetmodul kostet etwa 10 Euro, verlangt den kleinen Microcontrollern aber einiges ab – an moderne Sicherheitsfeatures wie HTTPS oder auch nur HTTP-Authentifizierung ist nicht zu denken. Andererseits haben Einplatinencomputer wie der Raspberry Pi oder Banana Pi meist keinen Analog-Digital-Wandler und fordern von Arduino-Nutzern, dass sie sich an neue Programmiersprachen gewöhnen müssen – Zudem bedeutet der Wechsel zu Banana Pi oder Raspberry Pi, dass alte Arduino-Sketches nicht weiterverwendet werden können. Weiterlesen

Rosenkrieg in der Arduino-Familie

Bis vor einigen Monaten schien die Welt noch in Ordnung: Das Arduino-Projekt um Massimo Banzi betreute die Software und pflegte die Community, die Hardware wurde beim Auftragsfertiger “Smart Projects S.R.L.” in Italien hergestellt, der unter Gianluca Martino früh diese Aufgabe übernahm und seit Anbeginn das Arduino-Projekt begleitete. Der vergleichsweise hohe Preis der Boards – ein Uno kostet etwa 24 Euro, legale chinesische Klone, die einen brauchbaren USB-Seriell-Wandler verwenden, sind bereits für 5 Euro zu haben – diente als Rechtfertigung, mit dem Kauf der Boards die Entwicklung der Software und die Betreuung der Community quer zu subventionieren.

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